Angst essen Seele auf

Deutschland, irgendwann zwischen den 1970er-Jahren und der Gegenwart: Es ist eine Zeit des Wandels, der politischen Spannungen und gesellschaftlichen Umbrüche. Migrant*innen treffen sich in einer Kneipe, aus der arabische Musik auf die Straße hallt.

Emmi, eine ältere Putzfrau, trifft dort Ali. Er ist zwanzig Jahre jünger, ein marokkanischer Autoschlosser, und doch verbindet sie etwas: Einsamkeit. Ihre Begegnung markiert den Beginn einer vorsichtigen Suchbewegung, die gerade in ihren widrigen Umständen den Weg zu einer offeneren, sensiblen Gesellschaft ebnen könnte. Sie verlieben sich, heiraten und verlieren sich beinahe.

Regisseur und Schauspieler Dor Aloni inszeniert Rainer Werner Fassbinders Melodram über die Unterdrückung und Isolation von Gastarbeiter*innen und deren Familien in den 1970er-Jahren als universale Erzählung einer zerbrechenden Gesellschaft. Wie zeigen sich deren gefährliche Spannungen in den Blicken der anderen auf die Liebenden? Gemeinsam mit dem Ensemble und dem Sprechchor Dortmund macht Dor Aloni das Studio zum Experimentierfeld. Frauen aus dem Sprechchor übernehmen von Szene zu Szene die Rolle der Emmi. Auch Nachbar*innen und Kolleg*innen sind mit Frauen aus dem Sprechchor besetzt.

Weitere Infos und Ticketbuchung über die Website des Schauspiels Dortmund!