
… der Sprechchor Dortmund. Wir singen nicht. Wir sprechen. Klassische Dramen, moderne Theatertexte, eigene Stückentwicklungen. Chorisch, in verschiedenen Rollen, als kakophonisches Wortgewitter. Von Sophokles über Heiner Müller bis zu eigenen Texten. Wir sind professionell geschult, beherrschen das Aus-Sprechen vom stimmlosen „ch“ bis zum chorischen „t“ am Ende eines Wortes.
Wir können laut, leise, sanft, wütend, säuselnd. Ekstase und Schweigen. Wir wissen, wie wir uns als Chor oder Gruppe von Kollektivindividuen auf einer Bühne bewegen. Jedes Jahr haben wir als Gesamtchor oder in kleineren Teilchören an mehreren Theaterproduktionen mitgewirkt oder gemeinsam mit Dramaturg*innen und Regisseur*innen eigene Stücke entwickelt.
Wir waren Nonnen und Zwerge, lebende Tote, Fußballspieler und ein Gewitter in der Nacht, Dorian Gray und Kaspar Hauser – und einmal sogar eine Rakete.
Hier informieren wir Sie über unsere kommenden Premieren und über das, was wir bisher auf die Bühne gebracht haben. Viel Spaß!
Antigone am Schauspiel Dortmund
Aktuell steht der Sprechchor Dortmund als Volk von Theben in einer Inszenierung von Sophokles‘ Antigone auf der Bühne des Schauspiels Dortmund. Regisseurin Ariane Kareev hat ein Gesamtkunstwerk geschaffen, bei dem Ensemble-Schauspielende, 30 Mitglieder unseres Sprechchors und die beiden Artistinnen Anne und Minna Marjamäki die Zuschauenden in den Bann ziehen.
Seit der Uraufführung 442 v. Chr. gilt Sophokles‘ Meisterwerk als unübertroffen und erfreut sich beim Publikum ungebrochener Beliebtheit. Die Konflikte, die im Stück verhandelt werden, sind heute aktuell wie vor 2.000 Jahren. Es geht um den Umgang mit den Toten und deren Bedeutung für die Lebenden, die Auseinandersetzungen um Legitimationsstrategien politischen Handelns, asymmetrische Machtverhältnisse und gesellschaftliche Zugehörigkeitskonflikte.
Weitere Informationen zum Stück, zu Terminen und Karten gibt es auf der Website des Schauspiels Dortmund.

Angst essen Seele auf

Regisseur und Schauspieler Dor Aloni inszeniert Rainer Werner Fassbinders Melodram über die Unterdrückung und Isolation von Gastarbeiter*innen und deren Familien in den 1970er-Jahren als universale Erzählung einer zerbrechenden Gesellschaft am Schauspiel Dortmund. Wie zeigen sich deren gefährliche Spannungen in den Blicken der anderen auf die Liebenden? Gemeinsam mit dem Ensemble und dem Sprechchor Dortmund macht Dor Aloni das Studio zum Experimentierfeld. Frauen aus dem Sprechchor übernehmen von Szene zu Szene die Rolle der Emmi. Auch Nachbar*innen und Kolleg*innen sind mit Frauen aus dem Sprechchor besetzt.
Weitere Infos und Ticketbuchung über die Website des Schauspiels Dortmund!








